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Setzt ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen*

Dafür liegt der Fokus vom 25. November bis 10. Dezember auf Gewalt im öffentlichen Leben, einschließlich dem Sport und der digitalen Welt. Bereits zum zweiten Mal wird die orange Flagge der Kampagne vor der DOSB und dsj Geschäftsstelle in Frankfurt gehisst.

Geschlechtsspezifische Gewalt fängt bei Alltagssexismus an und geht über physische Gewalt bis hin zu Femiziden. Gewalt gegen Frauen* ist allgegenwärtig und fest in unseren patriarchalen Strukturen verankert. In den meisten Fällen wird Gewalt gegen Frauen* von Männern ausgeübt, meistens stehen die Partner den Frauen* nahe. In Deutschland ist Studien zufolge jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen, was mehr als 12 Millionen Frauen betrifft.

Der Zukunftsplan Safe Sport – strategisch die Strukturen gegen Gewalt im organisierten Sport stärken

Auch im Sport sind Vorfälle von Gewalt leider keine Seltenheit. Um Gewalt im Sport aktiv entgegenzuwirken und die Strukturen im organisierten Sport in Deutschland zu stärken haben der DOSB, die dsj und die Mitgliedsorganisationen gemeinsam den Zukunftsplan Safe Sport entwickelt. Der Zukunftsplan setzt in allen Bereichen der Prävention, Intervention und Aufarbeitung Ziele, die im organisierten Sport in den nächsten Jahren erreicht werden sollen. Dazu zählen u. a. die Klärung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten in Sportverbänden und -vereinen, die Rollen- und Aufgabenbeschreibung für Ansprechpersonen sowie die Qualifizierung für sichere und verantwortungsbewusste Handlungsweisen, bspw. in der Ausbildung von Trainer*innen und Funktionär*innen.

Der Safe Sport Code – Muster-Regelwerk für Sportvereine und -verbände

Darüber hinaus hat der DOSB am 23. Oktober 2024 den Safe Sport Code für den organisierten Sport vorgestellt. Der mithilfe der Deutschen Sporthochschule Köln ausgearbeitete Code ist ein neues Muster-Regelwerk, dem sich Sportorganisationen anschließen sollen, um jegliche Form von interpersonaler Gewalt in ihrer Organisation noch effektiver bekämpfen und Täter*innen im Sport konsequenter sanktionieren zu können. Der Safe Sport Code definiert dazu verbindliche Verhaltensstandards und gibt klare Richtlinien für die Durchführung von Untersuchungen von Fällen interpersonaler Gewalt vor.

Wir alle können unseren Beitrag zur Gewaltprävention leisten

Wir alle sind Teil der Sportgemeinschaft Deutschland und haben eine Verantwortung, unseren Beitrag zu einer positiven Sportkultur, frei von Gewalt, zu leisten. Egal ob Sportler*in, Sorgeberechtigte, Trainer*in, Übungsleitung, Kampf- oder Schiedsrichter*in, Freiwillige, ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende, Funktionäre, Fans oder Zuschauende. Schutz vor Gewalt geht uns alle an. Wir können potenziell betroffen sein und es benötigt Unterstützer*innen, also Personen, die bereit sind, sich selbst kritisch zu hinterfragen, ihren Einfluss zu nutzen und ihren Beitrag zur Beendigung von Gewalt im Allgemeinen und gegen Frauen* und Mädchen* im Besonderen zu leisten.

Der DOSB und die dsj fordern: Nulltoleranz gegen Gewalt (an Frauen* und Mädchen*) im Sport, auch online. Schließen Sie sich uns an! Begleiteten Sie und teilen Sie unsere Beiträge im Aktionszeitraum auf Social Media, um die Botschaft weiter zu verbreiten.

Weitere Informationen und Hilfsangebote finden Sie hier:

(Quelle: DOSB & dsj)

DOSB und BMI bilden Führungskräfte für internationale Aufgaben fort

Internationale Sportorganisationen benötigen starke Stimmen: Mit dem LEAP-Programm qualifizieren DOSB und BMI 13 Teilnehmer*innen für Führungsaufgaben auf internationaler Ebene. Vom 13. bis 15. November absolvierte der zweite LEAP-Jahrgang 2024-25 das erste Modul im Haus des Deutschen Sports in Frankfurt am Main. Die Gruppe besteht aus Mitgliedern der Spitzenverbände und ehemaligen Olympischen und Paralympischen Spitzenathlet*innen.  

„LEAP bietet mir die Chance, mich persönlich weiterzuentwickeln und für internationale Aufgaben gezielt vorzubereiten. Das Erarbeiten neuer Inhalte hat mir besonders mit den anderen LEAP-Teilnehmern Spaß gemacht. Im Laufe des einjährigen Programms werden wir als Gruppe noch weiter zusammenwachsen,“ erklärt Teilnehmer Ronald Rauhe, ehemaliger deutscher Kanute und zweifacher Olympiasieger. 

Im ersten Modul formulierten die Teilnehmer*innen persönliche Ziele für ihre künftigen Aufgaben. Mit der Unterstützung von Richard B. Stephenson, einem Kommunikationsexperten, entwarfen sie individuelle Pläne, um ihre internationalen Ambitionen strategisch zu verfolgen. Danach widmeten sie sich einer besonderen Fähigkeit: der Kunst, andere zu überzeugen - entscheidend für den Erfolg in internationalen Führungspositionen. 

In den nächsten 12 Monaten erwerben die Teilnehmer*innen in vier weiteren der insgesamt fünf Module Schlüsselkompetenzen wie Networking, Überzeugungskraft und Selbstvermarktung. Die Gruppe reist dafür unter anderem nach Lausanne, um beim IOC Einblicke zu erhalten. Ein weiteres Modul findet in Zusammenarbeit mit Leadership-Programmen anderer Nationalen Olympischen Komitees in Papendal (Niederlande) statt. 

Das LEAP-Programm ist eine Maßnahme, die auf eine Empfehlung aus der 2021 beschlossenen „Nationalen Strategie Sportgroßveranstaltungen“ hervorgeht und gezielt die internationale Vernetzung von Sportdeutschland fördert. 

Die 13 Teilnehmer*innen mit ihren Funktionen im Sport im Überblick:  

  • Dr. Kristin Behrens (Direktorin Sportentwicklung, Deutscher Leichtathletik-Verband) 
  • Julius Brink (Olympiasieger London 2012 im Beachvolleyball, Vizepräsident Deutscher Volleyball-Verband, Member Athletes Commission FIVB (Volleyball-Weltverband)) 
  • Kim Bui (Dreimalige Olympiateilnehmerin im Turnen, IOC-Mitglied in Funktion als Athletenvertreterin,  Persönliches Mitglied des DOSB) 
  • Frank Doetsch (Vorstandssprecher Deutscher Judo-Bund, IJF Disciplinary and Appeals Committee Member, Internationaler Judo-Kampfrichter) 
  • Jörg Förster (Vorstandsvorsitzender Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband, Vizepräsident European University Sport Association (EUSA)) 
  • Jakob Großehagenbrock (Co-Vorsitzender Deutscher Lacrosse-Verband) 
  • Bettina Hoy (Silbermedaillengewinnerin Los Angeles 1984, drei Olympiateilnahmen, Athletenvertreterin im Executive Board des Weltreiterverbandes FEI, Trainerin Olympischer Teams, Disziplin Vielseitigkeit) 
  • Katrin Kauschke (Silbermedaillengewinnerin Barcelona 1992, drei Olympiateilnahmen, Vizepräsidentin Deutscher Hockey-Bund, Mitglied im Executive Board des Welthockeyverbandes FIH) 
  • Mareike Miller (Gold- und Silbermedaillengewinnerin im Rollstuhlbasketball, vier Paralympics-Teilnahmen, Aktivensprecherin Deutscher Behinderten-Sportverband, Mitglied der DOSB-Athletenkommission, Präsidiumsmitglied Athleten Deutschland) 
  • Ronald Rauhe (Sechs Olympiateilnahmen im Kanu-Rennsport, zwei Gold-, eine Silber-, zwei Bronzemedaillen, Mitglied EOC-Athletenkommission) 
  • Prof. Dr. Thomas Rieger (Vizepräsident Leistungssport Bundesverband Deutscher Gewichtheber) 
  • Simon Schempp (Drei Olympiateilnahmen im Biathlon, zwei Silber- und eine Bronzemedaille, Referent im Deutschen Ski-Verband, Ende Profikarriere 2021) 
  • Christian Volk (Direktor Esports & Gaming  FIFA, Mitglied IOC-Esports-Kommission) 

(Quelle: DOSB)

Neue Ausgabe der Zeitschrift „Leistungssport“ erschienen: „Talentschmiede“

Ein zentraler Fokus der Ausgabe liegt auf den Entwicklungen im Nachwuchsleistungssport. Basierend auf dem vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderten Projekt KINCS (Krafttraining im Nachwuchsleistungssport) wird ein Modell vorgestellt, das individuelle Krafttrainingsmethoden an die biologische Entwicklung junger Athlet*innen anpasst. Autoren wie Roland Blechschmidt und Prof. Dr. Urs Granacher beleuchten, wie Wissenschaft und Praxis miteinander verknüpft werden können, um das Training zu optimieren. 

Ein weiterer Beitrag widmet sich den Vorteilen des exzentrischen Krafttrainings, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Jan Seiler von der Eidgenössischen Hochschule Magglingen beschreibt, wie dieses Training die Robustheit und Verletzungsresistenz junger Athlet*innen fördern kann. 

In der Rubrik „Sportwissen kompakt“ bietet Katharina Herdener eine Zusammenfassung aktueller sportwissenschaftlicher Studien aus internationalen Fachjournalen. Diese Einblicke bieten praxisnahe Impulse für Trainerinnen und Sportpraktikerinnen. 

Ein besonderes Angebot: Mit dem Gutscheincode 1xleistungssport können Interessierte ein Exemplar der aktuellen Ausgabe kostenlos und unverbindlich bestellen. 

Die Zeitschrift „Leistungssport“ erscheint sechsmal jährlich und dient als wichtige Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im Leistungssport. 
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie unter: www.leistungssport.net 

Kontakt
Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) 
Team Zeitschrift Leistungssport  
E-Mail: zeitschrift-leistungssport@dosb.de 
Telefon: +49 (0)69 6700 0