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Handball 04.09.2026

Gelungener Saisonauftakt: unsere gemischte D-Jugend bestreitet spontanes Trainingsspiel gegen Union Chemnitz

Die neue Sporthalle bot die perfekte Kulisse für ein ganz besonderes Torfestival: Zum Auftakt der neuen Saison empfing unsere gemischte D-Jugend spontan die Jungs der männlichen D-Jugend von Union Chemnitz zu einem intensiven Trainingsspiel. Die Vorfreude auf das gemeinsame Zusammenkommen war auf beiden Seiten riesig. Um allen Kindern maximal Spielpraxis zu bieten, einigte man sich flexibel auf eine Spielzeit von 2x25 Minuten.
Die personellen Voraussetzungen waren dabei sehr unterschiedlich. Während unsere Gäste aus Chemnitz krankheitsbedingt auf drei Spieler verzichten mussten und ohne Auswechselspieler mit genau sieben Jungs anreisten, war unser Kader mit 11 Spielern fast vollständig – lediglich Marielle fehlte leider. Finn fiel verletzungsbedingt aus, sicherte das Spiel von der Bank.
Vom Anpfiff an entwickelte sich eine packende und ausgeglichene Partie. In der ersten Halbzeit lief das Spiel auf beiden Seiten richtig gut an. Die Anzeigetafel stand kaum still: Nahezu jeder Angriff wurde mit einem Treffer belohnt, sodass sich die Teams im ständigen Torewechsel bewegten. Obwohl die Chemnitzer Jungs körperlich überlegen waren, hielten unsere Kids mit großem Kämpferherz voll dagegen und blieben permanent auf Augenhöhe.
Besonders erfreulich: Neuzugang Martha feierte heute ihre allererste Spielerfahrung auf dem Feld und meisterte diese neue Herausforderung ganz toll!
Natürlich war die Unsicherheit im Team hier und da noch zu spüren – immerhin lagen sechs Wochen Sommerpause hinter den Kindern. Ein riesiger Vorteil war jedoch das Handball-Camp vom 23. bis 25. August 2026. Dieses intensive Wochenende steckte den Kids noch positiv in den Knochen und half spürbar dabei, schnell wieder in die Abläufe zu finden. Trainer Dirk nutzte die Spielzeit optimal, um den Kindern gezielte persönliche Hinweise mit auf den Weg zu geben, welche die Kids direkt auf der Platte umsetzten.
Am Ende mussten sich unsere Kids nach einem tollen Fight extrem knapp geschlagen geben. Das Spiel endete mit 27:25 für unsere Gäste. Wir gratulieren Union Chemnitz ganz herzlich zu diesem Erfolg!
Fazit: Dieses spontane Trainingsspiel war ein Goldwert-Test direkt in der Praxis. Es hat gezeigt, wo das Team nach der Sommerpause steht und macht vor allem Lust auf die kommenden Aufgaben in der neuen Saison!
Schön war auch unsere Punktatefelbesetzung mit  C-Spielern Milan & Florian

Kanu 30.07.2026

Wir paddeln über den Polarkreis

Im August haben wir uns zu dritt in den hohen Norden aufgemacht. Mit Nachtzug, Bus, Flieger, noch mehr Bussen und Privatshuttle sind wir innerhalb von 3 Tagen ins Norwegische Fjell gereist. An der Grenze zu Schweden entspringt der Piteälven, der durch Schweden in die Ostsee fließt.

Wir hatten alles für die Reise mit dabei. D.h. neben dem Zelt und dem Schlafsack sowie der nötigen Kleidung (wir hatten zwischen 3 und 15°C mit meist viel Wind) mussten auch Nahrung für 14 Tage und die Boote mit transportiert werden. Deshalb haben wir uns für ultraleichte Packrafts entschieden. Aber trotz der leichten Boote und der sorgsam überlegten Ausrüstung kamen wir auf gut 30kg Gepäck pro Person. Das ist für den Weg vom Bahnsteig bis zum Busterminal noch ganz OK. Wir mussten aber sehr oft und teilweise über mehrere Kilometer umtragen, da der Fluss fast nur aus See und Wasserfällen bestand. Und im Weglosen Glände war das Gepäck dan doch eine ganz schöne Belastung. Man musste immer wieder abwägen, ob es sich lohnt das Boot zusammenzupacken und wieder neu aufzublasen oder ob man das sperrige Ding durch die Landschaft schleppt.

Entloht wurde man mit einer Atemberaubenden Landschaft, die nur wenige Menschen sehen. Die Hälfte der Tour war keine Straße auch nur in der Nähe. Der einzige Weg, den es dort gibt, ist der Wanderweg Kungsleden, und auch der ist nicht immer am Fluss. Teilen mussten wir das Gewässer nur mit Anglern, die sich dort per Helikopter einfliegen lassen. Einer hat uns erzählt, dass es von seiner Hütte 5 Tage Fußmarsch bis nur nächsten Straße sind.

Gezeltet haben wir oft auf Heidelbeerbüschen, teilweise zwischen Elchspuren. Unsere Trekkingnahrung haben wir mit Gaskocher oder Hobo (holzbefeuerter Kocher) zubereitet. Sämtliches Wasser haben wir unaufbereitet aus dem Fluss bzw. See genutzt. Dort ist die Natur noch in Ordnung.

Sehr interessant ist auch die Änderung der Landschaft. Wir haben an einem See eingesetzt, der hauptsächlich von nacktem Fels umgeben war. Wir standen auf Augenhöhe mit einem Gletcher. Und mit jedem Wasserfall, den wir umtragen haben, hat die Natur neue Arten dazugepackt - kleine Sträcuher, Zwergbirken, Birken, die 2-3m hoch werden, Kiefern und große Birken, es wurde immer mehr und immer größer.

Als wir am Trollforsen - einer 20km langen Wasserfallstrecke angekommen waren, haben wir uns entschieden die Tour zu beenden. Dort war die erste Bushaltestelle seit dem Punkt, an dem das Privattaxi uns zur Einsatzstelle abgeholt hatte. Ein früheres Ende wäre kaum möglich gewesen. Den Rückweg haben wir rein mit Bus und Bahn organisiert und er hat nochmal 4 Tage gedauert.

Es war ein unvergessliches Erlebnis am Rande dessen, was für Hobby-Sportler, wie uns, machbar ist. Wir hatten Regen und Sturm aber auch Sonne, Riesige Seen, Stromschnellen und Wasserfälle - es war großartig.

Kanu 18.07.2026

Geschützte Flusslandschaft

Nördlich von Eilenburg durchfließt die Mulde ein streng geschütztes Gebiet. Der Fluss darf nur wenige Monate im Jahr bepaddelt werden und auch dann darf man das Ufer nicht betreten. Mit dem Auto kann man ihn in diesem Gebiet kaum erreichen und selbst der Radweg verläuft meist in einiger Entfernung.

Anstatt Menschen und Verkehr trifft man auf zahlreiche Vogelarten wie z. B. Flussschwalben. Mit etwas Glück kann man auch einen Bienenfresser sehen. Diese eigentlich afrikanische Vogelart brütet in dem Gebiet. Von den unbefestigten Ufern schauen oft Pferde herunter auf die Paddlertruppe.

Wir haben die ruhige Fahrt durch den Eilenburger Mühlgraben und das anschließende Naturschutzgebiet sehr genossen. Es handelt sich um ein Kleinod direkt vor unserer Haustür. Ich wünschte es gäbe mehr so erhaltene Flusslandschaften - nicht nur zum Paddeln.