3. Bundesweiter Trikottag 2025: Danke für Eure Unterstützung!
Als Michaela Röhrbein am Dienstagmorgen um 8.20 Uhr vor die Kamera trat, zeichnete sich bereits ab, dass der Trikottag wieder seine volle Wirkung entfalten würde. Die DOSB-Vorständin war eingeladen worden, vor einem Millionenpublikum im ARD-Morgenmagazin für die 86.000 Sportvereine im Land zu werben. Eine Möglichkeit, die sie dankend annahm.
„Heute geht es um Sichtbarkeit für unsere Sportvereine“, begann Röhrbein ihr Plädoyer. Denn das ist der Kern des Trikottages: Sichtbarkeit, Aufmerksamkeit und Wertschätzung für den Vereinssport an der Basis und für das, was er jeden Tag für unsere Gesellschaft leistet. Aber so sehr es am Dienstag um das Positive, das Gemeinschaftsstiftende ging, so ist der Trikottag auch dazu da, um auf die überlebenswichtigen Rahmenbedingungen hinzuweisen, die den Vereinssport am Laufen halten: „Es braucht mehr Anerkennung für das Ehrenamt und mehr Förderung für die Sportinfrastruktur im Land“, schloss Röhrbein deshalb nahtlos an.
Sportdeutschland trägt Trikot: Die Stimmen zum Trikottag 2025
Sportler*innen, Trainer*innen, Funktionär*innen, Politiker*innen und Engagierte haben am Dienstag ein gemeinsames Zeichen gesetzt – für den Vereinssport, für das Miteinander und für das Ehrenamt. In dieser Übersicht sammeln wir Stimmen aus Sportdeutschland, die zeigen, wie viel das Trikot bewegt - im Herzen wie in der Gesellschaft.
Thomas Weikert, DOSB-Präsident:
„Sport im Verein ist so beliebt wie nie, und das wollen wir am Trikottag feiern. Sportvereine sind besondere Orte, die uns zusammenbringen und die ein wertvolles Stück Gemeinsamkeit schaffen. Wir wollen darauf hinweisen, dass die Sportvereine mehr Unterstützung brauchen aus Politik und Gesellschaft. Wir alle können den Trikottag dazu nutzen, das zu würdigen und die Aufmerksamkeit darauf zu lenken.“
Michaela Röhrbein, DOSB-Vorständin Sportentwicklung:
„Heute geht es um Sichtbarkeit für unsere Sportvereine. Es braucht mehr Anerkennung für das Ehrenamt und mehr Förderung für die Sportinfrastruktur im Land.“
Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt:
„Das Trikot steht für Zusammengehörigkeit und Teamgeist. Zwei wichtige Säulen beim Sport und Ehrenamt. Der heutige Trikottag ist ein guter Tag, um für den eigenen Verein Flagge zu zeigen. Bei mir ist es der FC Eilenburg.“
Markus Söder, CSU-Vorsitzender und Bayerischer Ministerpräsident:
„Der Tag heute steht im Zeichen des Sports. Heute ist #Trikottag - und auch im Kabinett geht’s gleich um Sport und Olympia. Ich habe zum Trikottag etwas Besonderes rausgesucht: das 125-Jahre-Shirt vom 1. FCN. Als Nürnberger bin ich seit meiner Kindheit großer Club-Fan. Mein erstes Spiel im Stadion war damals mit meinem Vater - ein Derby gegen Bayreuth.“
Alexander Schweitzer, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz:
„Der Trikottag soll sichtbar machen, was Sportvereine wie die DLRG Emmelshausen tagtäglich leisten: Sie fördern die Gesundheit, verbinden Generationen, stärken Integration und Inklusion sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre der Vereinssport nicht denkbar. Dafür gilt allen Beteiligten mein großer Dank.“
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF):
„Sport im Verein trägt nicht nur zur Gesundheit bei, er ist auch ein wichtiger Motor für Integration und Inklusion. Sportvereine sind Orte, an denen Menschen zusammenkommen - unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht oder sozialem Hintergrund.“
Dimitrij Ovtcharov, fünffacher Tischtennis-Olympiateilnehmer und sechsfacher Medaillengewinner:
„Sport ist für mich das Schönste, was es gibt im Leben, und deshalb möchte ich allen Vereinen in Deutschland danken. Ich bin meinem ersten Verein, dem TSV Schwalbe Tündern, mit fünf Jahren beigetreten – in einem Dorf mit 2.000 Einwohnern, in dem gefühlt alle Vereinsmitglied waren und alle gemeinsam den Sport unterstützt haben. Ohne den Vereinssport würde es diese Gemeinschaft nicht geben.“
Hannes Ocik, ehemaliger Ruderer und zweifacher Silbermedaillengewinner bei Olympischen Spielen:
„Ich trage mit Stolz den Einteiler meines Heimatvereins, der Schweriner Rudergesellschaft, um beim 3. bundesweiten #Trikottag ein Zeichen zu setzen. Sport im Verein bedeutet für mich nicht nur körperliche Fitness, sondern auch Teamgeist, Disziplin und jede Menge Gemeinschaft. Die Zeit auf dem Wasser ist für mich Ausgleich und Antrieb zugleich - und mein Verein ist dabei wie eine zweite Familie. Ein riesiges Dankeschön an alle Ehrenamtlichen und Vereinsmitglieder, die tagtäglich den Sport in Deutschland möglich machen.“
Vielfalt verbinden am Trikottag 2025
20. Mai 2025 - der nationale Feiertag für den Vereinssport. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen zum dritten bundesweiten Trikottag aufgerufen. Unter dem Motto „Trikot an - Verein zeigen!“ waren alle 28 Millionen Menschen aus den bundesweiten Sportvereinen eingeladen, im Alltag - ob bei der Arbeit, in der Schule oder beim Einkaufen – die Farben ihres Vereins zu tragen und so ein sichtbares Zeichen für den Vereinssport zu setzen.
Auch das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ (IdS), gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und dem Bundesministerium des Innern (BMI), beteiligt sich aktiv an dieser Aktion. In den rund 1.500 programmnahen Vereinen, darunter 890 Stützpunktvereine, wird täglich gelebt, wofür das Trikot steht: Zugehörigkeit, Vielfalt und Engagement. Das Trikot symbolisiert nicht nur sportliche Treue zum eigenen Verein, sondern auch gesellschaftlichen Zusammenhalt und Teilhabe.
Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist dabei: Am 20. Mai trugen die Mitarbeiter*innen Trikot - und zeigen damit nicht nur ihre Verbundenheit mit dem Sport, sondern auch ihr Engagement für Vielfalt und gelebte demokratische Werte im Verein. Als langjährige Förderer des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ sendet das BAMF ein starkes Signal: Integration gelingt dort am besten, wo Menschen zusammenkommen - im Verein, auf dem Platz, im Trikot.
Der Trikottag bietet eine hervorragende Gelegenheit, die integrative Kraft des Sports sichtbar zu machen und die wichtige Arbeit der IdS-Vereine hervorzuheben. Ob im ländlichen Raum oder in der Großstadt - am 20. Mai hieß es deshalb: Trikot an und Vielfalt zeigen!

