Das Team Deutschland für die Olympischen Winterspiele 2026
Der DOSB hat insgesamt 189 Athlet*innen offiziell für das Team D nominiert.
Die stillen Helden der Einkleidung
Am 19. Januar 2006 liegt eine frische, sportliche Brise über dem Fliegerhorst der Bundeswehr in Erding. Der Militärflughafen im Raum München empfängt die deutsche Delegation für deren Einkleidung für die olympischen Spiele in Turin. Ludwig Zistl, Feldwebel am Standort Erding ist mittendrin. „Die Einkleidung war damals viel simpler, keine Medien, keine Werbepartner. Die Athlet*innen haben ihre Bekleidung bekommen und sind dann wieder gefahren“, erzählt der 69-Jährige. Zwanzig Jahre später, wieder sind es Olympische und Paralympische Winterspiele in Italien, wieder findet die Einkleidung in München statt und wieder ist Ludwig mit dabei. Diesmal mit seiner Frau Bärbel.
„Der organisierte Sport kann als Motor für eine nachhaltige Entwicklung dienen“
DOSB: Herr Palm, der DOSB hat erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt. Welche Bedeutung hat dieser Schritt für den organisierten Sport insgesamt?
Christof Palm: Der erste Nachhaltigkeitsbericht des DOSB ist ein historischer und zugleich strategischer Meilenstein, der Nachhaltigkeit fest in den Werten des organisierten Sports verankert. Er schafft Transparenz über den Ist-Zustand, kann als Orientierungsinstrument für den gesamten organisierten Sport dienen und positioniert diesen mit seinen rund 86.000 Vereinen und Tausenden Verbänden als Motor für eine nachhaltige Entwicklung in der Zukunft. Er soll die Nachhaltigkeitsbemühungen über reine Umweltfragen hinaus auf soziale und ökonomische Dimensionen ausdehnen und signalisiert damit, dass Nachhaltigkeit keine optionale Kür, sondern eine Kernaufgabe mit gesellschaftspolitischer Verantwortung ist.
Welche Signalwirkung geht von dem Bericht für Landesverbände und Vereine aus, die sich bereits mit Nachhaltigkeit beschäftigen – aber auch für jene, die noch am Anfang stehen?
Der DOSB nimmt mit dem Bericht eine Vorreiterrolle ein und setzt ein klares Zeichen, dass das Thema Nachhaltigkeit auf höchster Ebene des deutschen Sports nicht nur angekommen, sondern von höchster Bedeutung ist. Dies motiviert einerseits, übt vielleicht auch ein wenig Druck auf LSBs, Landes- und Spitzenverbände sowie Sportvereine aus, eigene Maßnahmen zu ergreifen. Der Bericht liefert fortgeschrittenen Organisationen Best-Practice-Beispiele und ermöglicht einen transparenten Vergleich und Wissensaustausch, etwa über den Hinweis auf das Webportal "Nachhaltige Sportveranstaltungen“. Für jene, die noch am Anfang stehen, bietet der Bericht eine klare Struktur und einen "roten Faden". Er demonstriert, dass Nachhaltigkeit bereits ganz nebenbei im Vereinsalltag geschieht, zum Beispiel im sozialen Bereich, bietet niedrigschwellige Einstiegspunkte und zeigt konkrete Handlungsfelder in den Bereichen Mobilität, Veranstaltungen oder Infrastruktur auf.
