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Der Welt zeigen, dass mit dem deutschen Flag Football zu rechnen ist

Etwas Größeres als das, was in dieser Woche auf sie wartet, haben sie in ihren sportlichen Karrieren noch nie erlebt. Entsprechend intensiv ist die Vorfreude, die die Mitglieder der deutschen Nationalmannschaften im Flag Football ausstrahlen, wenn das Gespräch auf das Mega-Event kommt, zu dem vom 13. bis 16. August die jeweils 16 besten Frauen- und Männerteams der Welt im Düsseldorfer Stadtteil Garath gegeneinander antreten. Die Weltmeisterschaften in der kontaktarmen, weil tackle-freien Variante des American Football sind nicht nur die ersten Welttitelkämpfe ihrer Art in Deutschland. Sie bieten auch die erste Chance, sich ein Ticket für die Olympiapremiere des weltweit wachsenden Sports im Sommer 2028 in Los Angeles zu sichern. Kein Wunder also, dass die Protagonist*innen den Kick-off nicht erwarten können.

„Wir sind alle sehr hungrig, deshalb wird es höchste Zeit, dass es endlich losgeht“, fasst Jona Winkel die Stimmungslage im deutschen Lager zusammen. Der 35-Jährige ist seit 2023, als die Aufnahme von Flag Football ins Programm für Los Angeles Fakt wurde und der Sport dadurch in die Olympiaförderung rutschte, als Chefbundestrainer der Mann für das große Ganze, aber auch weiterhin Headcoach der deutschen Frauen. Bei den Männern hat diese Rolle seit Anfang vergangenen Jahres der Mexikaner Said Salazar Deciga inne. Auch er sagt: „Es ist deutlich zu spüren, dass die Mannschaft bereit ist, das große Ziel in den Fokus zu nehmen. Wir freuen uns riesig darauf, der Welt zeigen zu können, dass mit dem deutschen Flag Football zu rechnen ist.“

Sechs Teams pro Geschlecht starten in Los Angeles 2028

Die Ausgangslage für die „Road to L.A.“ ist klar. Nur je sechs Teams pro Geschlecht dürfen um die historischen ersten Flag-Football-Olympiamedaillen kämpfen. Die US-Mannschaften sind als Gastgeber automatisch qualifiziert, hätten aber auch sportlich damit wenig Probleme gehabt. Bei den Männern sind die Amerikaner die klar dominierende Nation, dahinter folgen Mexiko und Kanada. Bei den Frauen ist Mexiko amtierender World-Games-Champion und Kontinentalmeister, Weltmeister USA, Kanada und auch Australien agieren jedoch auf Augenhöhe. In Düsseldorf stehen – sollten die US-Teams unter den Top drei landen – noch zwei weitere Tickets pro Geschlecht zur Disposition. Wer leer ausgeht, muss sich im kommenden Jahr bei den fünf Kontinentalmeisterschaften unter die besten zwei noch nicht qualifizierten Teams vorkämpfen, um sich die Teilnahme an der finalen Qualifikationsstufe zu sichern. Im Mai 2028 spielen die daraus hervorgehenden zehn Teams pro Geschlecht in Montreal (Kanada) je zwei weitere Olympiatickets aus. Die jeweils acht Nationen, die dann noch ohne Fahrschein sind, fliegen nach Orlando weiter, wo Anfang Juni der letzte L.-A.-Platz vergeben wird.

Aktuelle Förderungen für Sportstätten im Überblick

Die Übersicht über die Bundesförderprogramme für Sportstätten und Sporträume wurde aktualisiert. Sie bündelt zentrale Informationen zu Fördergegenständen, Antragsberechtigten, Förderquoten, Fristen und zuständigen Stellen. 

 

Fecht-Weltmeisterin Larissa Eifler ist „Sportlerin des Monats“ Juli

Larissa Eifler ist „Sportlerin des Monats” Juli. Ihr Weltmeistertitel in Hongkong beendet eine zwölfjährige Durststrecke für den Deutschen Fechter-Bund und bedeutet das erste WM-Gold seit 2014. Als 33. der Weltrangliste angereist, kämpfte sich die Säbelfechterin mit einer beeindruckenden Serie durch das Turnier und bezwang unter anderem die französische Olympiasiegerin Manon Apithy. Im Finale gegen Sara Balzer drehte sie einen 1:6-Rückstand und sicherte sich schließlich mit 15:10 die Goldmedaille. Diese außergewöhnliche Leistung der gebürtigen Hessin und Wahl-Kölnerin würdigten nun auch die Sporthilfe-geförderten Athletinnen und Athleten mit 59 Prozent der Stimmen. Mit ihrer WM-Medaille qualifiziert Larissa Eifler sich außerdem für den Sporthilfe Club der Besten im September in Ägypten.

Hinter Larissa Eifler sichert sich die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft (22,4 %) Platz zwei bei der Sporthilfe-Wahl. Das Team feierte beim Heimturnier in Hamburg einen eindrucksvollen Sieg und verpasste nach dem dritten und letzten Turnier der Europameisterschaftsserie in Split mit Rang vier in der Gesamtwertung eine Medaille nur knapp. Das deutsche Gehörlosen-Herren-Tennisteam (18,6 %) konnte sich bei den World Deaf Team Championships im französischen Grenoble zum Teamweltmeister krönen: Urs Breitenberger, Luca Stehen und Cedric Kaufmann blieben im gesamten Turnierverlauf ungeschlagen und sicherten sich den Titel mit einem packenden 2:1-Finalsieg gegen Gastgeber Frankreich.

Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden.

Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Sporthilfe-Wahl zur Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting.

Deutsche Sporthilfe