Schulstraße 6, 09577 Niederwiesa

6 Tipps für Sport bei Hitze: So bleibst du fit und gesund im Sommer

Wer bei hohen Temperaturen aktiv ist, setzt dem Körper zusätzlichem Stress aus. Geht dies mit einer hohen Luftfeuchtigkeit einher, wird die Schweißabgabe und Hitzebalance besonders gefährdet. Das Risiko für Hitzeschäden wie Sonnenstich, Kreislaufprobleme oder Hitzschlag steigt deutlich. Symptome hierfür sind u.a. heiße und trockene Haut, Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit.
 
Sportler*innen zählen daher laut WHO zu den Risikogruppen für klimabedingte Gesundheitsrisiken. Besonders belastend sind schlecht belüftete Sporthallen oder intensive Belastungen in praller Sonne. Deshalb gilt: Achtsam bleiben - und rechtzeitig gegensteuern. 

6 Tipps für gesundes Training bei Hitze

1. Die richtigen Tageszeiten wählen
 Trainiere möglichst in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend, wenn es kühler ist. Meide die Mittagssonne.
  
2. Viel und regelmäßig trinken
 Trinke vor, während und nach dem Sport ausreichend Wasser oder isotonische Getränke. Warte nicht erst auf das Durstgefühl - der Körper braucht frühzeitig Flüssigkeit. 

3. Pausen im Schatten einlegen
 Gönn dir während der Trainingseinheiten bewusste Erholungsphasen - idealerweise an einem schattigen Ort. Das entlastet Kreislauf und reguliert die Hitzebalance. 

4. Leichte und atmungsaktive Kleidung tragen und UV-Schutz nicht vergessen
Funktionskleidung unterstützt die Verdunstung von Schweiß und hält dich länger kühl. Denke auch an eine Kopfbedeckung, Sonnencreme und Sonnenbrille. Vermeide dunkle Farben - sie speichern Wärme stärker.
  
5. Für Abkühlung sorgen
Nutze feuchte Tücher, Sprühflaschen oder Kühlpads für zwischendurch - das hilft dem Körper, sich besser zu regulieren und schützt vor Überhitzung. 

6. Kein Sport bei Krankheit
Wenn du dich krank fühlst, etwa bei Fieber, Magen-Darm-Problemen oder einer Erkältung: Lass das Training aus! Der Kreislauf ist bereits geschwächt - Hitze kann das gefährlich verstärken.

Hitze muss kein Sportverderber sein - wenn du achtsam bist und auf deinen Körper hörst. Mit diesen Tipps bleibst du auch bei Sommerwetter aktiv und gesund. Zudem leisten DOSB und die Verbände Hilfestellungen und haben mit Expert*innen wie Prof. Dr. phil. Sven Schneider vom Universitätsklinikum Heidelberg unter anderem einen Musterhitzeschutzplan und weitere allgemeine Verhaltenstipps aufgestellt.

Mit noch mehr Verantwortung in eine ganz besondere Woche

Der ganz große Druck ist weg, und das ist auch gut so, denn dadurch hat Linnea Weidemann die Möglichkeit, ihr ganz besonderes Heimspiel noch ein wenig mehr zu genießen. Nach einem erfolgreichen Ausflug nach London mit Siegen über Gastgeber England (2:1, 3:0) und Australien (5:1) haben sich die deutschen Hockeydamen in der vergangenen Woche im Nationenwettbewerb Hockey Pro League (HPL) vom letzten Tabellenrang ins Mittelfeld vorgearbeitet. Wenn in dieser Woche auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld in Berlin die abschließenden vier Partien anstehen (Spielplan und Modus siehe Infobox), können die „Danas“ den Klassenerhalt in der HPL perfekt machen. Nur der Letzte der Neunergruppe, aktuell England mit drei Punkten Rückstand auf die Deutschen, darf in der kommenden Saison nicht mehr im Kreis der Topnationen mitspielen.

„Die Pro League ist für unsere Entwicklung wichtig, weil sie regelmäßige Spiele gegen die besten Mannschaften der Welt garantiert, an die man sonst wegen des engen internationalen Terminkalenders kaum noch herankommt“, sagt Linnea Weidemann, für die die vier Auftritte in Berlin mehr bedeuten als für alle anderen Akteurinnen im Kader von Bundestrainerin Janneke Schopmann. Die 22 Jahre alte Innenverteidigerin vom Berliner HC, die das Team gemeinsam mit Lisa Nolte (25) vom Düsseldorfer HC als Kapitänin anführt, ist die einzige deutsche Spielerin, die für einen Verein aus der Hauptstadt aktiv ist. Lena Micheel (28), in Berlin geboren und bei Zehlendorf 88 und TuS Lichterfelde ausgebildet, spielt seit vielen Jahren in Hamburg, aktuell für den Großflottbeker THGC.

„Ich habe auf diesem Platz schon gespielt, als es noch Naturrasen war“, erinnert sich Linnea an ihre Anfänge zurück, „deshalb bedeutet es mir sehr viel, diese Chance zu bekommen. Auch wenn wir schon zweimal Pro-League-Spiele in meiner Heimat hatten, ist die Vorfreude auch diesmal riesig. Es ist einfach cool, dass meine Familie und mein Freundeskreis alle dabei sein können.“ Gleichzeitig sei es Ehre und Verpflichtung gleichermaßen, von den Nachwuchsspieler*innen des BHC als Vorbild angesehen zu werden. „Ich glaube schon, dass es für die Kinder eine große Motivation ist zu sehen, wie weit man es auf internationaler Bühne bringen kann. Ich freue mich sehr, dass ich das weitergeben und vielleicht für einige als Idol zur Verfügung stehen kann“, sagt sie.

Als 18-Jährige debütierte sie 2022 bei der WM im A-Kader

Im Fokus zu stehen, das ist mittlerweile nichts Ungewöhnliches mehr für Linnea. Als 18-Jährige debütierte sie bei der Weltmeisterschaft 2022 in den Niederlanden und Spanien, die Deutschland auf Rang vier abschloss, im A-Nationalteam. Nach dem Viertelfinal-Aus bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris gab es einen großen Umbruch im Kader, der die Abwehrstrategin, die in Berlin an einer Partnerhochschule des Olympiastützpunktes Volkswirtschaftslehre studiert, in den Kreis der Arrivierten spülte. „Wir sind deutlich jünger geworden. Die größte Veränderung für mich ist, dass ich nicht mehr das junge Küken bin, das ein bisschen mitspielt. Ich habe mehr Verantwortung, die ich gern trage und auf dem Platz für unser Spiel umsetze“, sagt sie. Wobei der klare Blick, mit dem sie in der Spieleröffnung zu brillieren weiß, auch für ihre Selbsteinschätzung hilfreich ist. „Mir ist bewusst, dass ich das Meiste noch längst nicht perfekt mache und in vielen Situationen lernen kann. Ich mache aber viele Dinge mittlerweile bewusster und nicht mehr aus dem Bauch heraus, ob es Ansagen sind oder das Treffen von Entscheidungen, wie wir spielen wollen. Ich bin lauter und präsenter, ohne dabei mein eigenes Spiel zu vergessen“, sagt sie.

Unter der Niederländerin Schopmann, die im November 2024 das Amt von Valentin Altenburg übernommen hatte, hat sich der Spielstil der „Danas“ durchaus verändert, findet Linnea Weidemann. „Es ist nicht mehr nur klassisches deutsches Hockey mit viel Ballbesitz und klarer Struktur, wir spielen schneller und mit mehr Variabilität“, sagt sie. Der größte Unterschied zwischen Altenburg, der seinen Spielerinnen sehr viele Freiräume zur eigenen Entfaltung ließ, und dessen Nachfolgerin sei, dass es deutlich mehr Vorgaben gebe. „Janneke gibt uns klare Anweisungen, sie hat ihre Vorstellung, wie wir spielen sollen, und zieht das durch.“ Das Feedback der Trainerin sei „sehr klar, manchmal schroff, aber immer ehrlich. Man braucht schon ein gewisses Selbstbewusstsein, um damit klarzukommen. Aber ich will das nicht als Wertung verstanden wissen, wir sind mit ihr in einem guten Austausch.“

Jörg Adami übernimmt Geschäftsführung der DOSB E-Sport gGmbH

Mit der Gründung der DOSB E-Sport gGmbH zum 1. Juni 2026 hat der DOSB eine eigenständige Plattform geschaffen, um sein Engagement an der Schnittstelle von Sport, Gaming und digitaler Kultur partnerschaftlich, werteorientiert und zukunftsgerichtet weiterzuentwickeln. Mit der Besetzung der Geschäftsführung wird nun der nächste Schritt in der operativen Umsetzung vollzogen.

Jörg Adami verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Leistungssportförderung, Nachwuchsentwicklung und E-Sport. Der 56-Jährige war unter anderem mehr als zehn Jahre Mitglied des Vorstands der Stiftung Deutsche Sporthilfe sowie Mitgründer und Geschäftsführer der „esports player foundation“. Zuletzt begleitete er die Konzeption und Gründung der DOSB E-Sport gGmbH.

„In Jörg Adami gewinnen wir eine Persönlichkeit, die sowohl die Strukturen des organisierten Sports als auch die Dynamiken der digitalen Generation und des E-Sports kennt. Sein Netzwerk, seine Erfahrung in der Talentförderung und seine Fähigkeit, unterschiedliche Akteure zusammenzubringen, werden entscheidend sein, um die Ziele der DOSB E-Sport gGmbH erfolgreich umzusetzen“, sagt Leon Ries, Vorstand Jugend im DOSB.