Tessa Lange ist Sportlerin des Monats November
Mit gleich vier Medaillen bei den Deaflympics krönte Tessa Lange ihr Sportjahr - und wurde nun von den Sporthilfe-geförderten Athlet*innen mit 44,5 Prozent der Stimmen zur Sportlerin des Monats November gewählt. Die Leichtathletin des GTSV Essen überzeugte mit einem herausragenden Auftritt bei den Deaflympics in Tokio, der größten internationalen Multisportveranstaltung für Athlet*innen mit Hörbeeinträchtigung. Nach Bronze über 100 Meter und Silber über 200 Meter gewann sie gemeinsam mit der 4x100-Meter-Staffel Gold, bevor sie mit der 4x400-Meter-Staffel eine weitere Silbermedaille folgen ließ. Eine außergewöhnliche Leistung, die auch die Sporthilfe-geförderten Athlet*innen mit der Auszeichnung würdigten.
Bei der von der Sporthilfe durchgeführten Wahl stimmen - anders als bei Medien- oder Publikumswahlen - ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathlet*innen ab und verleihen der Auszeichnung damit ihre ganz besondere Bedeutung. Mit der Auszeichnung ist zudem eine Einladung zum Ball des Sports verbunden, der am 21. Februar 2026 in der Festhalle Frankfurt stattfindet.
Tessa Lange setzte sich bei der Wahl gegen Karate-Weltmeisterin Johanna Kneer (28,0 %) und Luftgewehr-Weltmeister Maximilian Dallinger (27,4 %) durch. Die Kampfsportlerin gewann bei den Karate-Einzel-Weltmeisterschaften in Kairo mit einem klaren Finalsieg Gold gegen die Weltranglistenzweite: Es war die erste WM-Einzel-Goldmedaille für eine deutsche Kumite-Athletin seit 2002. Sportschütze Maximilian Dallinger sorgte bei der WM in Kairo für eine Sensation, als er sich - als Nummer 26 der Welt angereist - zum Luftgewehr-Weltmeister krönte. Im packenden Finale behielt er die Nerven und sicherte sich mit dem letzten Schuss den Titel. Zusätzlich holte er Silber im Teamwettbewerb.
Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athlet*innen von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden.
Neue Zielstruktur für den organisierten Sport in Deutschland
Die 190 Delegierten, die 509 Stimmen auf sich vereinigten, beschlossen auf der 22. Mitgliederversammlung am Samstag, 6. Dezember, im Kap Europa in Frankfurt am Main einstimmig den nächsten Schritt in der strategischen Weiterentwicklung des organisierten Sports. Dieser war notwendig geworden, weil im Zuge der Überprüfung und Reflexion der Strategie 2028 erkannt wurde, dass es an klaren, messbaren Zielen fehlte, um die tatsächliche Wirksamkeit des DOSB und seiner Mitgliedsorganisationen transparent zu erfassen. Die neue Zielstruktur greift diese Lücke auf und schafft mit sechs kompakten, quantifizierten Zielen eine Grundlage für evidenzbasierte Steuerung und nachvollziehbare Fortschrittsmessung. Zugleich bleibt das Leitbild des DOSB unverändert bestehen.
DOSB beschließt weiteren Weg zur Olympiabewerbung
Der Weg bis zur Auswahl des Kandidaten für die deutsche Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele am 26. September 2026 in Baden-Baden ist geebnet. Das beschloss die 22. Mitgliederversammlung des DOSB im Kap Europa in Frankfurt am Main, bei der 190 Delegierte 509 Stimmen auf sich vereinigten, am Samstag, 6. Dezember, mit 99,79 Prozent. Michael Mronz (58), IOC-Mitglied und DOSB-Präsidiumsmitglied, betonte: „Wir sind mit dem Sport wieder in die Mitte der Gesellschaft gerückt. Wir haben die Chance, durch Olympia das Stimmungsbild in unserem Land zu verbessern. Der Sport ist eine der wichtigsten Achsen der Gesellschaft. Diese Geschlossenheit von Sport, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die wir in den vergangenen Monaten erreicht haben, ist die Basis des Erfolgs, national wie international.“


