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DOSB begrüßt Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027

Der DOSB begrüßt den Regierungsentwurf für den Sporthaushalt 2027. Demnach soll der Sportetat mit 361,7 Millionen Euro auf ein neues Rekordniveau steigen. Das ist ein starkes Signal der Bundesregierung in haushälterisch schwierigen Zeiten für die gesellschaftliche und sportpolitische Bedeutung des Sports in Deutschland.

DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke: „Der Dank des Sports in Breite wie in Spitze gilt der Bundesregierung und insbesondere Staatsministerin Christiane Schenderlein, der es mit ihrem Team gelungen ist, trotz der angespannten Haushaltslage Verbesserungen für den Sport zu erreichen. Die zusätzlichen Mittel für die Olympiavorbereitung, für das Leistungssportpersonal sowie für die zentralen Maßnahmen der Verbände schaffen bessere Rahmenbedingungen für Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer und die Verbände und stellen den Sport damit auf ein gutes Fundament. Investitionen in den Sport sind Investitionen in die gesamte Gesellschaft und in unsere gemeinschaftliche Zukunft.“

IOC streicht Nordische Kombination aus dem Olympiaprogramm für 2030

Die Entscheidung war keine Überraschung mehr, aber sehr wohl eine Enttäuschung: Das Executive Board des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat am Dienstagnachmittag im Anschluss an seine Sitzung den schon länger befürchteten Ausschluss der Nordischen Kombination aus dem Programm für die Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen bestätigt. „Natürlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht“, sagte Andreas Schlütter, Vorstand Sport im Deutschen Skiverband (DSV). „Wir respektieren die Entscheidung des IOC, auch wenn sie aus unserer Sicht nur schwer nachvollziehbar ist. Die Nordische Kombination ist eine unserer Kerndisziplinen und hat den nordischen Skisport über viele Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Gleichzeitig kommt diese Entwicklung nicht völlig überraschend. Jetzt gilt es, die Entscheidung in Ruhe zu analysieren und gemeinsam mit unseren Partnern die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Dabei werden wir auch bewerten müssen, welche Auswirkungen sie mittel- und langfristig auf unsere Förderstrukturen haben kann.“

Das IOC erklärte die Entscheidung am Dienstag damit, dass es während jeder Ausgabe der Olympischen Spiele eine weltweite Studie in allen Schlüsselmärkten auf allen fünf Kontinenten durchführe. Die Untersuchung zu den Winterspielen 2026 umfasste 14 Popularitätsindikatoren, darunter die TV-Abdeckung, die Zugriffszahlen in digitalen Medien und das generelle öffentliche Interesse. Bei elf der 14 Indikatoren belegte die Nordische Kombination den letzten Rang unter allen Disziplinen. Dazu kommt laut IOC die Herausforderung, dass die Universalität der Disziplin nicht ausreiche. Über die vergangenen vier Ausgaben der Winterspiele gesehen konnten Athleten aus lediglich fünf Nationen Medaillen gewinnen. Die Frauen, die erst seit 2020 Weltcup-Wettbewerbe bestreiten und zu den Spielen in Norditalien vergeblich auf ihre Aufnahme gehofft hatten, müssen damit auch weiterhin auf ihre Olympiapremiere warten.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bedauert die Entscheidung des IOC, die Nordische Kombination aus dem olympischen Programm zu nehmen. Die Disziplin begeisterte durch ihre Vielseitigkeit seit den ersten Olympischen Winterspielen 1924 und ist nicht nur in Deutschland, sondern auch international eine bedeutende Basis- und Ausbildungsdisziplin für Kinder und Jugendliche. In vielen Ländern ist sie ein Fundament der Nachwuchsentwicklung für andere nordische Sportarten wie das Skispringen und Langlaufen. Die Nordische Kombination genießt insbesondere in Norwegen, Mutterland des nordischen Skisports, und in Deutschland wegen zahlreicher erfolgreicher Athletengenerationen (u. a. mit den Einzel-Olympiasiegern Georg Thoma 1960, Franz Keller 1968, Ulrich Wehling 1972, 1976, 1980, Georg Hettich 2006, Eric Frenzel 2014, 2018 und Vinzenz Geiger 2022) besondere Bedeutung.

„Deutschland kann auf seinen Nachwuchs bauen, wenn man ihn fördert“

Am vergangenen Sonntag hatte der Deutsche Handballbund (DHB) wieder einmal Grund zu großer Freude. 351 Tage nach dem Gold-Coup von Podgorica haben Deutschlands Handball-Juniorinnen ein historisches Double geschafft. Die U-19-Europameisterinnen von 2025 gewannen in Jinzhong (China) das Finale der U-20-WM mit 33:26 (15:14) gegen Dänemark. Erst zum dritten Mal ist einer Mannschaft in dieser weiblichen Altersklasse der Doppelerfolg gelungen, für Deutschland ist es sogar ein Novum. „Wir haben diesen WM-Titel als Team gewonnen, aus dem alle 16 Spielerinnen wichtig sein können. Jede hat einen überragenden Anteil an dieser Goldmedaille“, analysierte Trainer Christopher Nordmeyer.

In der Heimat freuten sich viele mit dem Team, aus dem die zur neuen Saison von der HSB Blomberg-Lippe zum Bundesligakonkurrenten Buxtehuder SV wechselnde Ruslana Litvinov zur wertvollsten Spielerin der WM gekürt wurde. „Dieses Doppel-Gold ist historisch, dazu gratuliere ich der ganzen Mannschaft mit dem Trainerteam um Christopher Nordmeyer herzlich. Es beeindruckt mich, wie diese Mannschaft mit dem Start der Europameisterschaft 2025 ihren Weg konsequent gegangen ist und mit ihrem Auftreten auf und abseits der Platte begeistert hat“, gratulierte Ingo Meckes, Vorstand Sport des DHB. Frauen-Bundestrainer Markus Gaugisch zeigte sich genauso begeistert: „Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft und das Trainerteam. Diese Mannschaft ist vollkommen verdient Weltmeister geworden mit einer überragenden Leistung während des gesamten Turniers. Sie haben eine unfassbar gute und bewegliche Deckung gespielt. Gegen jedes System haben sie eine Antwort gefunden. Und vorne haben sie auch total cool gespielt. Herausragend!“

Auch Erik Wudtke freute sich riesig über die Erfolge der vergangenen Wochen. „Nachdem unsere Beachhandball-Männer am vorvergangenen Wochenende den WM-Titel gewonnen hatten, haben nun die U-20-Juniorinnen und auch die weibliche U16, die die European Open in Göteborg gewonnen haben, nachgezogen. Dazu gratuliere ich den Teams und insbesondere meinen Trainerkollegen ganz herzlich. Wenn jetzt der männliche Nachwuchs nachziehen kann, könnte das ein heißer Handballsommer für den DHB werden“, sagte der 53-Jährige, der als U18/U19-Bundestrainer und Co-Trainer der A-Nationalmannschaft der Männer seinen sommerlichen Saisonhöhepunkt noch vor sich hat. Mit dem DOSB sprach der in Aachen geborene Wahl-Hamburger über die Ausbildung von Talenten und die Bedeutung der Nachwuchsarbeit für den DHB.