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Startschuss für die Team D Awards Mailand Cortina 2026

Mit den Team D Awards werden Athlet*innen ausgezeichnet, die die Menschen mit einzigartigen Momenten und persönlichen Geschichten bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 bewegt, emotional berührt oder beeindruckt haben. Dabei werden sowohl sportliche Leistungen berücksichtigt als auch das Auftreten der Athlet*innen abseits des Wettkampfes.

Ab sofort können Fans und Mitglieder von Team D und Team D Paralympics noch bis zum 15. Juli in einer öffentlichen Wahl auf den Websites der Teams abstimmen. Die Auszeichnung der Preisträger*innen erfolgt am 24. Juli im Rahmen eines Team D Abends in Hannover.

Die zur Wahl stehenden Athlet*innen zeichnen sich durch mehr aus als reine sportliche Erfolge: Sie haben Momente geschaffen, die für immer bleiben, die Werte von Team D auf vorbildliche Weise vertreten und die Menschen mit ihrer Haltung inspiriert.

DOSB-Vorstand Leistungssport und Chef de Mission des Team D, Olaf Tabor: „Der Team D Award ist eine besondere Auszeichnung für besondere Menschen. Unsere Athletinnen und Athleten haben in Mailand Cortina nicht nur mit ihren Leistungen begeistert, sondern mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Teamgeist und ihrer Haltung Millionen Menschen berührt. Genau diese Geschichten wollen wir mit dem Award sichtbar machen. Umso schöner ist es, dass die Fans selbst mitentscheiden können, welche Momente sie am meisten bewegt haben, denn ihre Unterstützung macht den Sport und das Team D so besonders.“

Alexander Zverev ist „Sportler des Monats“ Juni 

Mit seinem Triumph bei den French Open hat Alexander Zverev einen der größten Erfolge seiner Karriere gefeiert. Im packenden Fünf-Satz-Finale in Paris gewann der Olympiasieger von Tokio seinen ersten Grand-Slam-Titel und krönte damit seine herausragende Sandplatz-Saison. Für diese außergewöhnliche Leistung wählten die Sporthilfe-geförderten Athletinnen und Athleten den gebürtigen Hamburger mit 50,8 Prozent zum „Sportler des Monats“ Juni. 

Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Wahl zur Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting. 

Hinter Alexander Zverev sichert sich Triathletin Lisa Tertsch Rang zwei (38,9 %). Die amtierende Weltmeisterin gewann bei den Europameisterschaften im spanischen Tarragona den EM-Titel auf der olympischen Distanz. Im Schlussspurt setzte sie sich gegen die Titelverteidigerin durch und komplettierte mit EM-Gold ihre beeindruckende Titelsammlung. Den dritten Platz bei der Wahl belegt das deutsche 3x3-Basketball-Nationalteam der Männer (10,3 %). Denzel Agyeman, Fabian Giessmann, Kevin Bryant und Niklas Kropp feierten bei der Weltmeisterschaft in Warschau mit dem Gewinn der Silbermedaille den größten Erfolg in der Geschichte des deutschen 3x3-Basketballs der Männer. Nach einer makellosen Vorrunde erreichte das Quartett das Finale, in dem es sich erst dem Favoriten Lettland geschlagen geben musste. 

Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden. 

Deutsche Sporthilfe

Aus der zweiten Reihe ins Zentrum des deutschen Triathlons

Mit dem Schwimmen hat alles angefangen. Deshalb klingt es ein wenig nach Understatement, wenn Tanja Neubert behauptet, dass Schwimmen ihre größte Schwäche ist. Die Erklärung dafür schickt die 25 Jahre alte Triathletin allerdings direkt nach. „Ich habe, wie es in Deutschland üblich ist, mit Brustschwimmen begonnen. Darin war ich auch gut, aber beim Umstieg auf den Triathlon musste ich auf Kraul umsatteln, und das ist mir nicht so leicht gefallen.“ Zumindest nicht leicht genug, um sich für eine leistungssportliche Karriere im Becken zu entscheiden. Was im Rückblick ein Segen war, denn seit sie als 15-Jährige über „Jugend trainiert für Olympia“ den Weg in den Dreikampf fand, hat sich die gebürtige Erlangerin Stück für Stück aus der zweiten Reihe in die Weltklasse vorgearbeitet. Sie gilt, wenn an diesem Wochenende die Triathlon-Elite zum Weltserienrennen in der Hamburger Innenstadt zusammenkommt, als eine Athletin, mit der auf dem Podium gerechnet werden darf.

Als einer der kommenden deutschen Stars der Szene eingeordnet zu werden, ist Tanja noch immer hörbar unangenehm. Zumindest dringt ein Seufzer der Überraschung durchs Mobiltelefon, als sie die Frage danach beantwortet. „Es ist ein tolles Kompliment und eine große Anerkennung, dass es mir zumindest einige Leute zutrauen“, sagt sie, „aber aktuell haben wir schon noch andere Athletinnen, die mir voraus sind: Laura Lindemann mit ihrer Erfahrung, Lisa Tertsch mit ihren Erfolgen. Aber ich versuche, mich immer weiter heranzuarbeiten und die Entwicklung der vergangenen Jahre weiterzuführen.“

Durchbruch bei der 70,3-WM im vergangenen November

Ihren Durchbruch, der sie auch international auf die Karte brachte, erlebte die Studentin, die ein Fernstudium des International Managements absolviert, im November vergangenen Jahres, als sie bei der 70.3-WM in Marbella (Spanien) Bronze gewann. Und das auf der Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und einen Halbmarathon, der sie in der Regel die Kurz- und Sprintstrecke vorzieht. „Ich wollte eigentlich nur mal ausprobieren, ob mir das Spaß bringt, doch dann war es ein perfekter Tag und ich durfte das Podium mit Spitzenathletinnen wie Lucy Charles-Barclay und Taylor Knibb teilen. Das war eine megacoole Erfahrung, die mir eine Aufmerksamkeit gebracht hat, die ich von der Kurzdistanz nicht kannte“, sagt sie.

Ihr Fokus liegt allerdings weiterhin klar auf der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. Die Qualifikationsphase für das Ticket nach Kalifornien hat Ende Mai mit dem Weltserienrennen in Alghero (Italien) begonnen, wo sie mit Rang neun überzeugte. „Man merkt, dass seitdem alle wieder deutlich motivierter am Start stehen. Nachdem in der vergangenen Saison einige Topathletinnen pausiert hatten, ist die Konkurrenz in diesem Jahr wieder sehr groß. Aber Los Angeles ist definitiv ein Ziel für mich“, sagt Tanja, die seit 2019 am Bundesstützpunkt in Saarbrücken trainiert und mit ihrem Freund Chris Ziehmer, ebenfalls professioneller Triathlet, auch in der Hauptstadt des Saarlandes lebt.